Einführung & Ziel

Mit der Verlagerung erweiterter Verantwortlichkeiten an die Einzelschule, stellen sich für die Schulleiterinnen und Schulleiter neue Aufgaben in der Schulführung.
Dazu gehört auch eine umfassende Personalentwicklung, deren Anforderungsprofil über die traditionelle Fortbildung und die dienstliche Beurteilung hinaus geht. Alle Beteiligten erkennen der Personalentwicklung eine hohe Bedeutung zu, doch oft wird sie erst in Teilen verfolgt. Strategisch zielführend ausgerichtet, strukturell gut verankert und über kompetent ausgebrachte Maßnahmen gestaltet, dient die Personalentwicklung einer zufriedenstellenden Zusammenarbeit im Kollegium und dem erfolgreichen Lernen an der Schule.

Das neu entwickelte Angebot einer regionalen Schulleitungsfortbildung bietet Schulleiterinnen und Schulleitern die Möglichkeit, ihre Kompetenzen im Feld der Personalentwicklung aufzubauen und ihre tägliche Leistungsarbeit dadurch zu bereichern. In zwei Fortbildungsbausteinen werden aktuelle Entwicklungsfelder der Personalentwicklung wissenschaftlich vertieft und entlang der Praxis aufgeschlagen.

Der erste Baustein legt dabei den Fokus auf die individuelle Dimension der Personalentwicklung und macht solche Maßnahmen und Instrumente zum Thema, mit denen Führungskräfte die Weiterentwicklung der einzelnen Lehrkraft unterstützen können.

Der zweite Baustein widmet sich der kollektiven Dimension und begleitet Schulleiterinnen und Schulleiter in der Reflexion personalentwicklerischer Strategien und Anwendungsmöglichkeiten, bei denen das Lernen mit- und voneinander sowie die gemeinsame Schulentwicklung im Vordergrund stehen.


Kompetenzen

  • die breiten Möglichkeiten einer umfassenden Personalentwicklungsstrategie kennen und für die eigene Leitungsarbeit konzeptuell gestalten können
  • die Chancen und Grenzen von Personalentwicklung im Zusammenhang der Steuerungslogik und den Steuerungsmöglichkeiten im Schulsystem ermessen und für eigene Praxissituationen klärend nutzen können
  • die Reichweite der Leitungsfunktion für die Personalentwicklung einordnen können
  • Personalentwicklung unter der Perspektive von Heterogenität und Vielfalt konzeptualisieren können
  • Möglichkeiten der Innovationsförderung durch Personalentwicklung kennen und erweiterte Gestaltungsoptionen entwickeln können
  • kommunikative Fähigkeiten nach dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation umsetzen können
  • die eigene Beratungsaufgabe im Schulleitungsalltag an konzeptionellen Vorstellungen überprüfen und weiterentwicklen können
  • die Maßnahmen des Coachings und des Mitarbeitendengesprächs für die Begleitung der Mitarbeitenden wie für sich selbst kennen und für die eigene Praxis einüben
  • konflikterzeugende Momente in der Personalentwicklung für das Kollegium verstehen können und Modi des konstruktiven Umgangs mit Konflikten kennen
  • das Konzept einer nachhaltigen Fortbildungsplanung kennenlernen und Möglichkeiten der Überarbeitung der Fortbildungsstrategie an der eigenen Schule entwickeln können
  • Leitungs- und Moderationsmöglichkeiten kennen, mit denen schulinterne Projekte im Dienste der Entwicklung begleitet und das voneinander Lernen unterstützt werden kann


Organisation und Anforderungen

Die Fortbildung findet als Präsenzlehre einmal im Monat am Freitagnachmittag von 14:00 - 18:30 Uhr an der PH Weingarten statt. Die Lehre ist methodisch vielfältig konzipiert, Inputs und gruppenbezogenen Aufgaben wechseln sich ab. Ein Baustein erstreckt sich über ein Semester. Er endet mit einem Fachgespräch mit einer Führungskraft eines anderen Sektors im Rahmen eines Weingesprächs. Jeder Baustein kann separat gebucht werden, ein gemeinsamer Auftakt steht beiden Bausteinen voran


Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Teilnahme an der Fortbildung ist die Bereitschaft, die zur Verfügung gestellten Aufgaben, die bspw. Lektüren und Skizzen zu schulpraktischen Fällen umfassen (ca. 2,5 Std. pro Monat), in Selbstlernzeit vorbereitend zu bearbeiten. Eine regelmäßige Teilnahme dient ferner der produktiven Bearbeitung in der Fortbildungsgruppe.


Anschlussmöglichkeit

Nach dem Besuch beider Bausteine und einer zusätzlich abgelegten erfolgreichen Modulprüfung besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich unter Anerkennung des Moduls in den nächsten Kurs des Masters Schulentwicklung einzuschreiben und dort Fragen der Schulentwicklung in einem viersemestrigen Studium weiter zu thematisieren:

www.master-schulentwicklung.com